Am 27.05.2008 wurde eine Gefahrgutübung in der Altstadtkaserne Marienberg durchgeführt. Die unangekündigte Einsatzübung stellte die Einsatzkräfte der Feuerwehren Marienberg und die Dekon-Einheit aus Lengefeld vor die Aufgabe, einen Verkehrsunfall mit Beteiligung eines Gefahrguttransporters für radioaktive Stoffe einschließlich beschädigter Transportbehälter abzuarbeiten. Ziel war die Erkennung der Gefahrensituation, der Gefahrenklasse und den Aufbau des A-Einsatzes zu trainieren.
Die über die Unfallstelle verteilten Gefahrstoffverpackungen, welche teilweise beschädigt waren, sollten durch einen Messtrupp auf Beschädigungen und erhöhte Strahlungswerte geprüft werden.

Gefahrstofftransporter mit beschädigten Behälterm
Ankleidebereich der Messtrupps


Nach der Einrichtung des Dekon-Bereiches konnte zunächst der im Absperrbereich befindliche Fahrer des Gefahrstofftransporters auf Kontamination überprüft werden. Gleichzeitig begann der erste Messtrupp mit Hilfe der Teleskopmesssonde seine Arbeit. Nach dem Ausmessen der Behälter sowie der Umgebung stand schnell fest, dass in 2 Bereichen die ortsübliche Nullrate bedingt durch die natürliche Strahlung um mehr als das dreifache überschritten war. Die Bereiche wurden dokumentiert. Nach Auffinden der Teststrahler war die Aufgabe erfüllt. Jedoch wurde bei der anschliessenden Dekontamination des 2. Messtrupps eine Anhaftung simuliert, die durch die Dekontrupps sofort erkannt wurde.
Kurz gesagt - “Saubere Arbeit”





Abschließend sei noch vielen Dank an alle Beteiligten gesagt - vor allem natürlich den Lengefelder Kameraden, die gegenwärtig häufig zu derart Übungen bemüht werden.
Dank gilt auch der Firma Teucher aus Annaberg, die ein geeignetes Fahrzeug zur Verfügung stellte - und Dank auch den Kameraden, für die Gefahrgut nicht immer im Vordergrund des Feuerwehrdaseins steht - aber jeder kann in derartige Situationen, die hoffentlich selten sein sollten, geraten.
Einsatzübung VKU mit radioaktiven Stoffen - 27.05.2008

