Ausbildung in der Feuerwehr Marienberg20110428063326472 0003c

Die Ausbildung der Einsatzkräfte spielt bereits seit den Gründertagen eine ganz entscheidende Rolle in unserer Wehr. Die Ausstattung mit Geräten, Löschtechnik und Löschverfahren sowie den speziellen Fachbereichen wie technische Hilfe, Leitertaktik, Wasserrettung und Gefahrgut erfordern eine Vielzahl an Ausbildungsthemen und vor allem Ausbildungs- und Wartungszeit. So werden jährlich jeweils ca. 50 Dienste des gesamten Personalbestandes durchgeführt. Hinzu kommen gesonderte Ausbildungen der Maschinisten, Führungskräfte, Motorkettensägenführer sowie der ABC-Gruppe, die sich bis zu 20 Mal im Jahr zu speziellen Ausbildungsdiensten treffen. Zu Gründerzeiten fand neben der sportlichen Ertüchtigung die Ausbildung auch bereits in aufgabenbezogenen Bereichen statt. Übten die Steiger und Pioniere an Gebäuden, waren die Spritzenabteilungen mit der Wasserversorgung und Löschtechniken betraut. Zur Ausbildung schreibt Seite 23 3-- Löschgruppe 1900Richard-Oskar Speck, dass die Steigerabteilung mehrmals im Jahr den Rathausgiebel bevölkerte, was zahlreiche Zuschauer bewunderten. Vor allem der technische Fortschritt führte zum Wandel in den Ausbildungstechniken und Erfordernissen. Das Beherrschen der Fahrzeuge und Pumpen rückte immer mehr in den Vordergrund. Der alte Steigerturm auf der Zschopauer Straße war bis zu seinem Abriss ein oft genutzter Ausbildungspunkt. Schon zur Jahrhundertwende fanden Schulungen zum Umgang mit elektrischen Strom im Feuerwehrdienst statt, die vom Gewerbestudienrat Ernst Kallich abgehalten wurden. Von den Kameraden wurden ein ganze Reihe von Führerlehrgängen an der Feuerwehrschule Dresden besucht. Schon in den Satzungen wurden empfindliche Geldstrafen festgelegt, welche beim Fernbleiben zu Übungen und Einsätzen durch die Mitglieder zu entrichten waren. So legt die Satzung der Freiwilligen Feuerwehr 1936 Folgendes fest:

§ 16 VertragsstrafenSeite 39 2 Scannen0194-3

1. (1) Die Mitglieder der Wehr verpflichten sich:
a) für jedes selbstverschuldete verspätete Erscheinen bei einer Uebung oder einem Brande 0,10 RM
b) für jedes nicht genehmigte Fehlen bei einer Uebung, einem Brande oder einer Versammlung - abgesehen von zwangsläufiger Behinderung 0,20 RM

als Vertragsstrafe zu zahlen.



Zu Zeiten des Naziregimes wurde ungenehmigtes Fehlen ebenfalls mit einer Anzeige
20110428063326472 0006hgeahndet und bei mehrmaligen Vorkommnissen mit der Entlassung aus der Wehr bestraft. In der DDR wurden die Ausbildungseinheiten gewissenhaft durchgeführt. Ein großer Wert wurde auf den vorbeugenden Brandschutz wie auch auf die Erfordernisse der Zivilverteidigung gelegt. Die Feuerwehren sollten für einen Kriegsfall auf den Einsatz von Chemie- und Atomwaffen vorbereitet sein. Das Niveau der Ausbildung war hoch und die Übungselemente mussten unter genormten Zeitvorgaben absolviert werden. Regelmäßige Überprüfungen des Ausbildungs-standes gehörten ebenso wie die Prüfungen der Fahrzeugtechnik zum Alltag. Nur wenige zentrale Lehrgänge an der Landesfeuerwehrschule waren verfügbar. Die Grundausbildung erfolgt in der Wehr sowie im Rahmen von Kreislehrgängen für Truppmann, Sprechfunker, Atemschutzgeräteträger und Truppführer. Diese werden überwiegend in der eigenen Wehr durchgeführt. Führungs- und Fachlehrgänge finden vor allem an der Landesfeuerwehrschule Sachsen in Nardt statt.

Vom heutigen Bestand der Kameraden konnten vor 1989 9 Gruppenführer und 2 Zugführer sowie 10 Truppführer und Atemschutzgeräteträger ausgebildet werden.Chronik  65 von 105

Seit 1990 sind insgesamt 15 Truppführer und 13 Atemschutzgeräteträger ausgebildet worden. Insgesamt konnten 58 Führungs- und Fachlehrgänge an der Landesfeuerwehrschule besucht und erfolgreich abgeschlossen werden.

Damit stehen 17 Gruppenführer, 8 Zugführer, 14 Maschinisten, 14 Motorkettensägenführer mit Berechtigung für die Arbeit in der Drehleiter und 10 Kreisausbilder zur Verfügung. Weiterhin wurden 13 Fachlehrgänge Gefahrgut und 4 Führungslehrgänge Gefahrgut, 2 Jugendwartlehrgänge und 3 höhere Führungslehrgänge besucht.

Das Hauptaugenmerk gilt natürlich der Ausbildung im Bereich der Brandbe-kämpfung. Hier werden theoretische Grundlagen schrittweise in der praktischen Ausbildung auch unter einsatznahen Bedingungen trainiert. Dabei wird die volle Bandbreite der zur Verfügung stehenden Technik regelmäßig genutzt. Ausbildungen im freien Gelände gehören ebenso zum Standard wie Übungen des Innenangriffs und der Besuch in Brandsimulationsanlagen und Brandcontainern.

So konnten 24 Kameraden im Jahr 2007 eine Ausbildung im Brandhaus der Berufsfeuerwehr Chemnitz durchlaufen. Im Übungsdienst werden regelmäßig alle Geräte und Anlagen eingesetzt, um eine Vielzahl von P1010040Kameraden mit der Bedienung vertraut zu machen. Im Bereich der technischen Hilfeleistung wird das gesamte Spektrum der mit unserer Technik möglichen Hilfeleistungen geschult. So wurden zahlreiche Altfahrzeuge im Übungsdienst zerschnitten, was im Einsatzfall auch eine gewisse Routine ermöglicht. Als Geräte stehen an Bord des Gerätewagen Gefahrgut und des LF 16/12 verschiedene hydraulische Rettungsgeräte und pneumatische Hebekissen zur Verfügung. Die Ausbildung erfolgt entsprechend der neuen Vorschriften des Landes nicht mehr an der Landesfeuerwehrschule, sondern durch Multiplikatoren im Rahmen der laufenden Ausbildung sowie durch gesonderte Schulungen.

Neben der methodisch und schrittweisen Ausbildung werden auch realitätsnahe Einsatzsituationen dargestellt, in denen die Einsatzkräfte die erworbenen Kenntnisse einsetzen und anwenden müssen.

Neben der Beachtung der Unfallverhütungsvorschriften wird vor allem Wert auf den Umgang mit verletzten Personen sowie dem taktisch richtigen Einsatz der zur Verfügung stehenden Geräte gelegt.

Die Ausbildung spezieller Themen und der Führungskräfte erfolgt an der Landesfeuerwehrschule in Nardt. Dort werden seit einigen Jahren Lehrgangsfotos erstellt. Eine  Auswahl möchten wir ebenfalls veröffentlichen - teilweise liegen sie jedoch nicht mehr vor.
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Ausbildung technische Hilfeth2010 1 7

Die Feuerwehr Marienberg ist im Ausrückebereich auch für die technische Hilfeleistung u.a. bei Verkehrsunfällen verantwortlich. Hierzu befinden sich an Bord des GWG und des LF 16/12 verschiedene hydraulische Rettungsgeräte und pneumatische Hebekissen. Die Ausbildung erfolgt entsprechend der neuen Vorschriften des Landes nicht mehr an der Landesfeuerwehrschule sondern durch Multiplikatoren im Rahmen der lfd. Ausbildung sowie durch gesonderte Schulungen. Neben der methodischen schrittweisen Ausbildung, werden auch realitätsnahe Situationen dargestellt, in denen die Einsatzkräfte die erworbenen Kenntnisse einsetzen müssen. Neben der Beachtung der Unfallvorschriften wird vor allem Wert auf den Umgang mit verletzten Personen sowie der taktisch richtige Einsatz der zur Verfügung stehenden Geräte gelegt.


Am 09.09.08 konnte im Gelände der Firma Scholz eine Unfallsituation dargestellt werden. Neben der Bearbeitung des simulierten Unfalles wurden neue Kameraden methodisch an gesonderten Fahrzeugen über das Vorgehen und den Einsatz der Geräte im Rahmen der technischen Hilfe geschult.

Das Unfallszenario stellte einen Auffahrunfall mit 1 LKW und 2 PKW dar, in denen 2 Personen eingeklemmt waren. Bei den Verletzten wurden realitätsnah durch Kameraden des DRK typische Verletzungen dargestellt. Eine Ausbildung mit diesem Materialaufwand ist nicht selbstverständlich. Wir möchten uns daher bei der Firma Scholz für die Bereitstellung der Fahrzeuge sowie für die Genehmigung zur Nutzung des Firmengeländes bedanken. Dank auch dem Kameraden des DRK für seine Unterstützung.



ABC-Gefahrenabwehrzugcimg6062

Die Feuerwehr Marienberg stellt neben den Feuerwehren Niederneuschönberg, Kleinneuschönberg und Lengefeld wesentliche Bestandteile des Gefahrenabwehrzuges. Der ehemalige Landkreis MEK hat in den zurückliegenden Jahren umfangreiche Anstrengungen unternommen, um im Kreis eine funktionierende Struktur zur Abwehr von ABC-Gefahren aufzubauen. So stehen neben den Gerätewagen Gefahrgut der Feuerwehr Marienberg und Niederneuschönberg, ein Messleitwagen (Niederneuschönberg), ein Erkundungskraftwagen (Marienberg), eine Strahlenschutzeinheit (Kleinneuschönberg), eine Dekon-P Komponente (Lengefeld) zur Verfügung. Die Struktur wird unterstützt durch die LF 16/12 Marienberg und LF 16/12 Niederneuschönberg sowie ELW Marienberg und Lengefeld. Eine geeignete Ausrückestruktur wurde gefunden, die sich in mehreren Einsätzen bereits bewähren konnte. Die Ausbildung der Kameraden erfolgt in der FFW Marienberg zusätzlich zum wöchentlichen Dienst, der jedoch ohnehin ABC-Ausbildungen beinhaltet. Die Kameraden sind teilweise im Katastrophenschutz tätig. Neben der Ausbildung in der Heimatfeuerwehr, in der die Truppmann, Truppführer, Funker und PA-Träger Ausbildung stattfindet, werden die Kameraden an der Landesfeuerwehrschule in den Lehrgängen ABC-Grundlagen, ABC-Technik und ABC-Messen geschult. Führungskräfte durchlaufen ferner die Lehrgänge ABC-Führen I (Gruppenführer ABC) und Führen II (Zugführer Gefahrenabwehrzug).

 

In den vergangenen Jahren wurden einige, teilweise spektakuläre Gefahrguteinsätze abgearbeitet. Noch unter dem Eindruck des 11. September wurde ein Drebach bei aufgefundenen Eisblöcken ein einer Bushaltestelle ABC-Alarm ausgelöst. Die Gegenstände wurden unter CSA geborgen und gesichert. Mehrfach wurden Chlorgasaustritte gesichert und die Gaswolke niedergeschlagen. In Zöblitz wurde 2007 eine größere Menge Säure in einer Produktionshalle gesichert und beseitigt. Durch einen Suizid wurde ebenfalls im Jahr 2007 der Einsatz der Gefahrgutkomponente erforderlich. Im Jahr 2008 wurden Teile des ABC-Zuges in Annaberg-Buchholz zur Abarbeitung und Unterstützung der dort vorhandenen Gefahrguteinheit angefordert. Kurze Zeit später konnte wiederum in Drebach eine größere Menge Silofarbe aus einem Gewässer geborgen werden. Rückstände wurden im Kanalsystem bis zur Entsorgung zurückgehalten. Natürlich sind nicht von jedem Einsatz Fotos vorhanden, da ja zunächst immer erst der Einsatz im Mittelpunkt steht, und später die Dokumentation vorgenommen werden kann.

In der Feuerwehr Marienberg stehen im Rahmen des Gerätewagen Gefahrgut 3,5 und des Erkundungskraftwagens folgende Mittel zur Verfügung:

 

GWG 3,5gwg017a
Vetter Rohrdichtkissen ø100-1000mm
Vetter Leckdichtkissen mit Dichtungsplatte und Säureschutzhülle
diverse Bebänderungen
Ölbinderräumschaufel
Gefahrgutfasspumpe mit Ansaugrohr aus PP und Edelstahl
Chemikalienbeständige Schläuche V4A je 5m
Armaturen für Schlauchmaterial
Edelstahl-V2A Handmembranpumpe
Großbehälter PE 220l 2x
Verschraubbarer Sammelbehälter 60l
Edelstahlauffangfass V4A 315 l 1x
Edelstahlbergefass V4A 400l 1x
Edelstahlauffangwanne, Eimer und Trichter
Auffangrinne V4A 1,8m 4x
PE-Folie 6x12m
Erdungsmaterial
Notstromaggregat 3kVA
Ex-geschützte Handlampe 220V
Ex-Messgerät EX-PEM
Ex-Messgerät Severin (Erdgas)
Schachtabdeckungen 2x
Nicht funkenreißende Werkzeuge
Chemikalienschutzanzüge Körperschutzform 3 Typ 1a 4x
Spritzschutzanzug Isopant 4x
Staubschutzanzug 2x
Ölbinder Straße 4x
Ölbinder schwimmfähig 4x
Säurebinder 2x
Ölmatten
Verkehrszeichen, Warnschilder
Gefahrstoffübersicht Nüssler
Kartenmaterial
2m-Funkgerät Bosch 2x
Sprechgarnitur für CSA 4x
Erste-Hilfe-Kasten
Wechselbekleidung



ErkKWerkkw

Messcontainer
Auer PID - Photoionisationsdetektor
Bruker IMS – Ionenmobilitätsspektrometer
FH40G – Dosisleistungsmessgerät
NBR-Sonde
PC mit GPS-Anschluss und Schnittsteller für Messgeräte
Messerweiterung Radiologie MER 1 – Kontaminationssonde
Messerweiterung Radiologie MER 2 – Teleskopsonde
Dosiswarngeräte
Aktion-Set Gasprüfröhrchen
Simultantest Leitsubstanzen
Hygrometer
Windmesser
Kompass
Fernglas
Wetterstation Temperatur/Windrichtung/Windstärke/Regenmengenmessung/Luftdruck/Luftfeuchte/mit PC-Schnittstelle
Probenahmematerial mit Kellen, Spatel u.ä. (Flaschen PE und Glas)
Teststreifen Unitest und Öl
Protokoll- und Schreibset
Kartenmaterial 1:10 000 und 1:50 000
Navigationsgerät Becker
Chemikalienschutzanzüge Körperschutzform 3 Typ 1a 2x
Chemikalienschutzanzüge Körperschutzform 3 Typ 1b 2x
Spritzschutzanzüge 2x
Kontaminationsschutzanzüge 4x
Warnschilder, Absperrmaterial
Gefahrgutliteratur GGVS und Nüssler
Sprechgarnituren CSA 6x
Auffangbecken selbstaufrichtend 5000 l

 

 

 

 

Neben dem Feuerwehrschutzanzug nach HUPF, stehen den Einsatzkräften der FFW Marienberg für den Fall eines ABC-Einsatzes verschiedene Schutzanzüge der Körperschutzform I-III zur Verfügung, deren Anlegen in der lfd. Ausbildung ständig trainiert wird. Bereits bei der Einsatzvorbereitung sind entscheidende Grundlagen zu beachten, die für einen Erfolg des ABC-Einsatzes grundlegend sind. So gilt eine geordnete Vorbereitung des Schutzanzuges, der benötigten persönlichen Sonderausrüstung und der abgelegten Bekleidung für die Zeit des Einsatzes als besonders wichtig. Hierzu werden alle Materialien auf einer Ankleideplane abgelegt und für jede Einsatzkraft getrennt gelagert. Die Prüfung des Atemschutzgerätes, der Funkgeräte mit Sprechgarnitur sowie der Vollständigkeit der Schutzbekleidung sowie der ordnungsgemäße, möglichst faltenfreie Sitz des Anzuges sind Grundlagen, die immer wieder trainiert werden. Beim Einsatz von schweren Chemikalienschutzanzügen wird auf die Präparierung der Sichtscheiben des Anzuges sowie der Atemschutzmaske besonderer Wert gelegt. Auch die Einstellung der Mess- und Warngeräte werden fortlaufend geübt.

anzug023aDer Kontaminationsschutzanzug kommt bei atomaren Gefahren zum Einsatz, und schützt den Träger vor direkten Kontakt mit radioaktiven Stäuben und Material. Neben dem Anzug besteht die erforderliche persönliche Ausrüstung noch aus dem Filmdosimeter und dem Dosiswarngerät (Alarmdosimeter). Nach Abschluss des Einsatzes werden die Einsatzkräfte mit einer Kontamiationssonde auf anhaftende radioaktive Rückstände geprüft.

anzug011aDer Flammschutzanzug (Isopant-Anzug), dient den Einsatzkräften zum Schutz vor brennbaren Stoffen - vor allem Flüssigkeiten. Neben der “Abperlwirkung”, die ein Eindringen und Anhaften von Flüssigkeiten verhindert, besteht die Schutzwirkung in einem “Aufschäumen” des Materials bei Flammeneinwirkung, was den Träger des Anzuges bei einer Stichflamme kurzzeitig vor der Wärmestrahlung schützt. Nicht zu vergessen ist die antistatische Wirkung des Anzuges, was einer Funkenbildung entgegen wirkt.

Schwere, geschlossene Chemikalienschutzanzüge sind in 2 Formen im Bestand der FFW Marienberg. Im Bereich Schadstofferkundung - Messen und Spüren, wird ein Schutzanzug mit aussenliegendem Pressluftatmer eingesetzt. Für Abwehrmaßnahmen sind Anzüge mit innenliegendem Pressluftatmer vorhanden. In beiden Fällen sind die Anzüge gasdicht und gegenüber zahlreichen Chemikalien für eine gewisse Zeit widerstandfähig. Beim Anlegen aller Schutzformen ist auf besondere Sorgfalt zu achten. anzug018aDie Einsätzkräfte sind mit ihren Anzügen üblicherweise innerhalb von ca. 20 min. einsatzbereit. Der Einsatz erfolgt nur, wenn die anschließende Reinigung (Dekontamination) sichergestellt und einsatzbereit ist.

27082005021aAm 27.05.2008 wurde eine Gefahrgutübung in der Altstadtkaserne Marienberg durchgeführt. Die unangekündigte Einsatzübung stellte die Einsatzkräfte der Feuerwehren Marienberg und die Dekon-Einheit aus Lengefeld vor die Aufgabe, einen Verkehrsunfall mit Beteiligung eines Gefahrguttransporters für radioaktive Stoffe einschließlich beschädigter Transportbehälter abzuarbeiten. Ziel war die Erkennung der Gefahrensituation, der Gefahrenklasse und den Aufbau des A-Einsatzes zu trainieren. Die über die Unfallstelle verteilten Gefahrstoffverpackungen, welche teilweise beschädigt waren, sollten durch einen Messtrupp auf Beschädigungen und erhöhte Strahlungswerte geprüft werden. 

27082005025aNach der Einrichtung des Dekon-Bereiches konnte zunächst der im Absperrbereich befindliche Fahrer des Gefahrstofftransporters auf Kontamination überprüft werden. Gleichzeitig begann der erste Messtrupp mit Hilfe der Teleskopmesssonde seine Arbeit. Nach dem Ausmessen der Behälter sowie der Umgebung stand schnell fest, dass in 2 Bereichen die ortsübliche Nullrate bedingt durch die natürliche Strahlung um mehr als das dreifache überschritten war. Die Bereiche wurden dokumentiert. Nach Auffinden der Teststrahler war die Aufgabe erfüllt. Jedoch wurde bei der anschliessenden Dekontamination des 2. Messtrupps eine Anhaftung simuliert, die durch die Dekontrupps sofort erkannt wurde.

Kurz gesagt - “Saubere Arbeit”

Abschließend sei noch vielen Dank an alle Beteiligten gesagt - vor allem natürlich den Lengefelder Kameraden, die gegenwärtig häufig zu derart Übungen bemüht werden. Dank gilt auch der Firma Teucher aus Annaberg, die ein geeignetes Fahrzeug zur Verfügung stellte - und Dank auch den Kameraden, für die Gefahrgut nicht immer im Vordergrund des Feuerwehrdaseins steht - aber jeder kann in derartige Situationen, die hoffentlich selten sein sollten, geraten.


 

27082005016aBelastungstest für Atemschutzgeräteträger der freiwilligen Feuerwehren Atemschutzgeräteträger der Feuerwehren werden regelmäßig auf ihre Belastungsfähigkeit untersucht. Die Untersuchung besteht aus der ärztlichen Tauglichkeitsuntersuchung G 26/3 und die jährliche Belastungsübung, die in einer Atemschutzübungsanlage durchgeführt. In der Feuerwehrdienstvorschrift 7 wird die laufende Ausbildung geregelt u.a.:

- med. Vorsorge- und Tauglichkeitsuntersuchung allg. körperliche Konstitution und Eignung, Belastungs-EKG auf
  Fahrradergometer (soll die im Einsatz und Dienst erforderlich Belastung  nachstellen)
- jährliche Belastungsübung unter medizinischer Aufsicht in der Atemschutzübungsanlage
- Erbringung einer Leistung von 80 KJ mit 1600 Liter Luftvorrat bis zum 50. Lebensjahr / 60 KJ ab 50. Lebensjahr
- jährliche Einsatzübung bzw. Brandsimulationsanlage

Atemschutzübungsstrecke
- Endlosleiter 20 m (ca. 20 KJ)
- Schlaghammer 2 x je 10 Züge 15 kg (20 KJ)
- Laufband 100 m (ca. 10 KJ)
- Kriech- und Orientierungsstrecke 60 m (25-30 KJ)
  mit Hindernisses wie das Begehen von Höhenstufen, Engstellen, schiefer Ebene, Industrietank, Rohrdurchlass,
  Wärmeschleuse venebelt Kriech- und Orientierungsstrecke(vernebelt bei ca. 50°C) abgedunkelter Raum mit
  Brandgeräuschen
Insgesamt ist bis zum 50. Lebensjahr eine Gesamtleistung von 80 KJ / ab dem 50. Lebensjahr 60 KJ zu erbringen

Daraus resultierend, ist die Atemschutzstrecke für verschiedene Kameraden schon aufgrund Ihrer Körpergröße eine körperliche Herausforderung und Belastung.

Brandsimulationsanlage
Neben dem bereits erlernten Umgang mit Atemschutzgeräten, wird in der Simulationsanlage das realistische Vorgehen in Brandräumen erlernt und wiederholt geschult. Zu den Belastungen in der Atemschutzübungsanlage kommen hier permanente taktische sowie erhöhte körperliche, physische wie auch psychische Belastungen hinzu. Das taktische Vorgehen in vollkommen unbekannten Räumen, mit zahlreichen Gefährdungen und großen körperlichen Belastungen, der komplett mitzuführenden Ausrüstung zur Brandbekämpfung und Menschenrettung, einer vollständigen Verqualmung und thermischen Belastung (bis 250°C) stellt in der Ausbildung eine große Herausforderung dar.

Belastungen im Brandeinsatz
Der Einsatz wird durch gut geschulte und auf die Situationen trainierte Kameraden sicherer abgearbeitet, als von Kräften, die nur selten den Einsatz unter Atemschutzgeräten geübt haben. Vor allem bei der Menschenrettung sowie im Innenangriff, ist eine turnusmäßige Ausbildung, Schulung und med. Grunduntersuchung unverzichtbar für den Einsatzwert der Einsatzkräfte.

Das Bildmaterial wurde durch die Feuerwehr Marienberg zur Verfügung gestellt.



Atemschutznotfalltraining
Bedingt auch durch Unfälle der vergangenen Jahre, werden Atemschutzgeräteträger verstärkt auf eventuelle Notfälle trainiert. Die Kameraden der FFW Marienberg absolvierten unter Leitung des Wehrleiters Frank Racz und des stellv. Wehrleiters und Atemschutzgerätewart Frank Spiegelhauer erste Übungen. Ziel war den Geräteträger auch mit völlig abgedunkelter Maske beim Ausfall des Gerätes zu befähigen, einen Wechsel des Gerätes vorzunehmen bzw. vermisste Personen zu suchen. So wurde ein Rettungstrupp mit entsprechendem Material in Kellerräume geschickt, um eine Person zu orten. Die Orientierung erfolgt an der Schlauchleitung, die mit entsprechenden Hindernissen versehen war.



 Kreisausbildung Truppmann / Truppführer / Funk CIMG2169 

Die Kreisausbildung im Erzgebirgskreis wird je nach Regionalbereich teils unterschiedlich durchgeführt. Im Bereich des ehemaligen Mittleren Erzgebirgs-kreises werden die Truppmänner in einer Modulausbildung geschult. Seit November 2010 wird an verschiedenen Ausbildungsstandorten diese Ausbildungsform praktiziert. Die Grundausbildung wird in 5 Einzelmodulen, die Truppführerausbildung in 2 Ausbildungsschritten durchgeführt. Zwischenzeitlich kann die Qualifikation zum Sprechfunker sowie Atemschutzgeräteträger erworben werden.
Aktuelle Termine Kreisausbildung

Lehrgang Zeitraum
Truppmann Modul I 2015 23.-24.01.2015
Truppmann Modul II 2015 06.-07.02.2015
Truppmann Modul III 2015 13.-14.03.2015
Truppmann Modul IV 2015 10.-11.04.2015
Sprechfunker 2015 15./16./18.05.2015
Truppführer I 09.-10.10.2015
Truppführer II 22./23./24./26.10.2015
Atemschutzgeräteträger I 2015 21./23./28.03.2015
Atemschutzgeräteträger II 2015 18./19./25.04.2015
Atemschutzgeräteträger III 2015 07./09./14.11.2015
Atemschutzgeräteträger IV 2015 21./23./28.11.2015

Download Kalender 2015

kalender

Im Kalender sind alle bekannten Ausbildungsmaßnahmen der Kreisausbildung ERZ für den Standort Marienberg enthalten. Der Kalender kann als PDF-Datei heruntergeladen werden.

Download Ausbildungsmaterial  

Brennen & Löschen (2012)

schalterBrennen und Loschen Gefahren an der Einsatzstelle (2012) schalterGefahren
Rechtsgrundlagen (2012) Rechtsgrundlagen Fahrzeugkunde (2012) schalterFahrzeugkunde
Sprechfunk physikalische Grundlagen (2012 schalterFunk physik Sprechfunk rechtliche Grundlagen (20129 schalterFunk recht
Sprechfunkbetrieb (2012) schalterFunk sprechfunk  Handout Teilnehmer Truppmannausbildung  schalterhandoutTM
Atemschutzgeräteträger Atemschutznotfalltraining -15-

 

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