27082005016aBelastungstest für Atemschutzgeräteträger der freiwilligen Feuerwehren Atemschutzgeräteträger der Feuerwehren werden regelmäßig auf ihre Belastungsfähigkeit untersucht. Die Untersuchung besteht aus der ärztlichen Tauglichkeitsuntersuchung G 26/3 und die jährliche Belastungsübung, die in einer Atemschutzübungsanlage durchgeführt. In der Feuerwehrdienstvorschrift 7 wird die laufende Ausbildung geregelt u.a.:

- med. Vorsorge- und Tauglichkeitsuntersuchung allg. körperliche Konstitution und Eignung, Belastungs-EKG auf
  Fahrradergometer (soll die im Einsatz und Dienst erforderlich Belastung  nachstellen)
- jährliche Belastungsübung unter medizinischer Aufsicht in der Atemschutzübungsanlage
- Erbringung einer Leistung von 80 KJ mit 1600 Liter Luftvorrat bis zum 50. Lebensjahr / 60 KJ ab 50. Lebensjahr
- jährliche Einsatzübung bzw. Brandsimulationsanlage

Atemschutzübungsstrecke
- Endlosleiter 20 m (ca. 20 KJ)
- Schlaghammer 2 x je 10 Züge 15 kg (20 KJ)
- Laufband 100 m (ca. 10 KJ)
- Kriech- und Orientierungsstrecke 60 m (25-30 KJ)
  mit Hindernisses wie das Begehen von Höhenstufen, Engstellen, schiefer Ebene, Industrietank, Rohrdurchlass,
  Wärmeschleuse venebelt Kriech- und Orientierungsstrecke(vernebelt bei ca. 50°C) abgedunkelter Raum mit
  Brandgeräuschen
Insgesamt ist bis zum 50. Lebensjahr eine Gesamtleistung von 80 KJ / ab dem 50. Lebensjahr 60 KJ zu erbringen

Daraus resultierend, ist die Atemschutzstrecke für verschiedene Kameraden schon aufgrund Ihrer Körpergröße eine körperliche Herausforderung und Belastung.

Brandsimulationsanlage
Neben dem bereits erlernten Umgang mit Atemschutzgeräten, wird in der Simulationsanlage das realistische Vorgehen in Brandräumen erlernt und wiederholt geschult. Zu den Belastungen in der Atemschutzübungsanlage kommen hier permanente taktische sowie erhöhte körperliche, physische wie auch psychische Belastungen hinzu. Das taktische Vorgehen in vollkommen unbekannten Räumen, mit zahlreichen Gefährdungen und großen körperlichen Belastungen, der komplett mitzuführenden Ausrüstung zur Brandbekämpfung und Menschenrettung, einer vollständigen Verqualmung und thermischen Belastung (bis 250°C) stellt in der Ausbildung eine große Herausforderung dar.

Belastungen im Brandeinsatz
Der Einsatz wird durch gut geschulte und auf die Situationen trainierte Kameraden sicherer abgearbeitet, als von Kräften, die nur selten den Einsatz unter Atemschutzgeräten geübt haben. Vor allem bei der Menschenrettung sowie im Innenangriff, ist eine turnusmäßige Ausbildung, Schulung und med. Grunduntersuchung unverzichtbar für den Einsatzwert der Einsatzkräfte.

Das Bildmaterial wurde durch die Feuerwehr Marienberg zur Verfügung gestellt.



Atemschutznotfalltraining
Bedingt auch durch Unfälle der vergangenen Jahre, werden Atemschutzgeräteträger verstärkt auf eventuelle Notfälle trainiert. Die Kameraden der FFW Marienberg absolvierten unter Leitung des Wehrleiters Frank Racz und des stellv. Wehrleiters und Atemschutzgerätewart Frank Spiegelhauer erste Übungen. Ziel war den Geräteträger auch mit völlig abgedunkelter Maske beim Ausfall des Gerätes zu befähigen, einen Wechsel des Gerätes vorzunehmen bzw. vermisste Personen zu suchen. So wurde ein Rettungstrupp mit entsprechendem Material in Kellerräume geschickt, um eine Person zu orten. Die Orientierung erfolgt an der Schlauchleitung, die mit entsprechenden Hindernissen versehen war.



Sprachen